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Dr. Christine Bär

Dr. Christine Bär, Institut für Erziehungswissenschaft, FB 03 - JLU, Foto: Asya Evcil

Dr. Christine Bär, Diplom in Erziehungswissenschaften und in Deutsch als Fremdsprache, Studium der Erziehungswissenschaften, Politkwissenschaften, Soziologie und Deutsch- als Fremdsprache an der Philipps-Universität Marburg und an der Universität Santiago de Compostela. Auslandstätigkeit in Quito/Ecuador.

2015 Dissertation an der Philipps-Universität Marburg am Fachbereich Erziehungswissenschaft, 2016 veröffentlicht unter dem Titel: Migration im Jugendalter. Psychosoziale Herausforderungen zwischen Trennung, Trauma und Bildungsaufstieg im deutschen Schulsystem. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Seit April 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin  (Post doc-Stelle) in der Allgemeinen Erziehungswissenschaft am Lehrstuhl Prof. Ingrid Miethe mit den Schwerpunkten Arbeitsmigration, Flucht- und Traumapädagogik, Adoleszenz- Identitätsentwicklung und Psychoanalytische Pädagogik in  Erziehungswissenschaft

Seit 2017 haben sich die Schwerpunkte um Aufwachsen unter Digitalisierungsprozessen erweitert.

Seit Februar 2018 mit Viertelstelle im GOL-Projekt: Seminare zu Flucht- und Traumapädagogik in der LehrerInnenbildung.

Habilitationsprojekt zum Thema: Familiäre und pädagogische Beziehungen unter Globalisierungs- und Digitalisierungszwängen.

Bezug zur Forschungsgruppe: Die Erforschung von Traumaprozessen im Kontext von Flucht und Migration und deren langfristige Verarbeitungsmöglichkeiten erfordert eine  interdisziplinäre Vernetzung und Zugangsweise im Hinblick auf gesellschaftlich verursachtes Leiden (z. B. durch  die Unsicherheit eines über viele Jahre sich streckenden unsicheren Aufenthaltsstatus/Duldung). Daher ist es notwendig, mithilfe verschiedener Perspektiven gesellschaftlich produziertes Leid  zu beleuchten und zu analysieren.  Die intensive Zusammenarbeit mit SozialwissenschaftlerInnen, Medizinern, TraumatherapeutInnen, LehrerInnen und Schulleitungen sowie mit Friedens-und KonfliktforscherInnnen und RechtswissenschaftlerInnnen zur aktuellen Analyse von Flucht – und Migrationsprozessen  erachte ich als unabdingbar, um den komplexen Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen. 

Forschungsprojekte mit Bezug zur FGMM

  1. Schulamt Marburg- Biedenkopf (Laufzeit: Oktober 2016- Mai 2018): Teilnehmende Beobachtung und psychosoziale Beratung in Intensivklassen zu migrationsbedingten Konflikten und Traumatisierungen bei Jugendlichen;
  2. Zusammen mit Dr. B. Hanewald, Dr. M. Stingl, Dr. T. Gieler  (in Beantragung bei der Bosch-Stiftung): vorläufiger  Arbeitstitel: Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen in geflüchteten Familien – Traumatherapeutische Maßnahmen zur Stärkung der Eltern.

Auszeichnung und Preise für „Migration im Jugendalter“ :

2017: Horst-Eberhard-Richter- Forschungspreis

Juli 2018: Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 

 

Ausgewählte Publikationen zum Themenkreis der Forschungsgruppe

  • (2016) Dissertationsschrift: Migration im Jugendalter. Psychosoziale Herausforderungen zwischen Trennung, Trauma und Bildungsaufstieg im deutschen Schulsystem. Gießen: Psychosozial-Verlag. 
  • 2018: Allein in Deutschland. Geflüchtete Jugendliche zwischen Trauma, unsicherer Perspektive und der Hoffnung auf einen sicheren Lebensort. In: Zeitschrift für  Psychoanalytische Paar,- Familien- und Sozialtherapie. Nr. 36, 19. Jg. Heft 1.
  • 2019: Die Grenzen des Sozialen Ortes für unbegleitet geflüchtete Jugendliche. In: Zimmermann, David (et al.) Hrsg.): Sozialer Ort und Professionalisierung – Geschichte und Aktualität psychoanalytisch-pädagogischer Konzeptionalisierungen. Schriftenreihe der DGFE-Kommission Psychoanalytische Pädagogik. Bd. 9. S. 167-181.

Weitere Publikationen

  • 2017: „Das ist immer das Problem, dass man nicht so wirklich auch Abschied von jemanden nehmen kann.“ Bildungsprozesse und Familiendynamiken in der Migration. In : Zeitschrift für  Psychoanalytische Paar,- Familien- und Sozialtherapie. Nr. 35, 18. Jg., Heft II, S. 55-79.
  • 2016: Identitätsentwicklung immigrierter Jugendlicher: Die Bedeutung von psychosozialen Übergangsräumen am Beispiel eines Jugendlichen, der in die Migration „geschickt“ wurde. In: Gruppenanalyse. Zeitschrift für Gruppenanalytische Psychotherapie, Beratung und Supervision. 27. Jg. Heft 2. S. 145-157.
  • 2014: Transnationale Trennungserfahrungen und ihre Auswirkungen auf biografische Verarbeitungsversuche am Beispiel einer nachgeholten Jugendlichen. In: Rohr, E./Jansen, Mechtild M./Adamou, J. (Hrsg.): Die vergessenen Kinder der Globalisierung. Psychosoziale Folgen von Migration. Gießen: Psychosozial-Verlag. S. 161-180.